BARF steht für Bones and raw food (Knochen und rohes Futter) oder biologisch artgerechte Rohfütterung.
BARF fällt zunächst unter den Oberbegriff der Frischfütterung. Frischfütterung bedeutet nichts anderes, als dass der Halter die Rationen für sein Tier frisch zusammen stellt.
Frisch – Roh – BARF
BARF ist eine Variante der Frischfütterung. Frischfütterung ist der Oberbegriff für alle Fütterungsmodelle, bei denen das Futter frisch zubereitet wird. Auch ein Halter, der für sein Tier kocht, füttert also frisch – aber nicht roh.
Rohfütterung bedeutet, dass die einzelnen Futterkomponenten roh zusammengestellt und gefüttert werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Rohfütterung – von der Fütterung ganzer Beutetiere (whole pray) über Nachbauen eines Beutetieres (prey-model-raw oder Frankenprey) bis hin zu BARF, bei dem man sich auch am Beutetier orientiert und es nach bestimmten Regeln nachbaut.
BARF ist eine Variante der Rohfütterung, bei der die Zusammenstellung nach bestimmten Regeln erfolgt. Sinn und Zweck dieser Regeln ist es, ein Fütterungskonzept umzusetzen, das sich so nah wie möglich am Beutetier orientiert. Ziel ist es, so naturnah wie möglich zu füttern und dabei Unter- sowie Überversorgungen zu vermeiden. Füttert man konzeptlos einfach nur roh, ist eine ausgewogene Versorgung mit allem, was für das Tier wichtig ist, nicht mehr gegeben, es kommt zu Folgeschäden. Aus einer konzeptlosen Rohfütterung, die gar nicht so selten praktiziert wird und ihren Folgen entstehen Aussagen über Mangelernährungen, mit denen man im Zusammenhang mit BARF leider immer wieder konfrontiert wird. Es hat nichts mit BARF zu tun, einem Hund ausschließlich rohes Fleisch zu füttern. Oder Rationen, die 50% Knochen enthalten. Ein Beutetier besteht nicht nur aus Fleisch, sondern auch z.B. auch aus Innereien, Knochen und Blut. Ein Beutetier besteht aber eben auch nicht zu 50% aus Knochen.
Die beim BARF geltenden Regeln werden, falls nötig, im Einzelfall individuell abgeändert. Das kann beispielsweise bei bestimmten Erkrankungen sinnvoll oder gar notwendig sein. Auch ist es möglich, dass im Einzelfall das Futter nicht roh, sondern gekocht gefüttert werden sollte. Doch auch hierbei sollten bestimmte Regeln eingehalten werden, damit Ihr Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.
Wir beraten Sie zum Thema BARF und erstellen Ihnen einen auf Ihr Tier abgestimmten BARF-Plan; gerne auch in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt bei erkrankten Tieren.